AUSSICHT AUF MEHR SICHT


Finale Aussichten verschafft - auf zu neuen Pflichten!
Die gärtnerpflichten sind nach erfolgreicher Aussichtsverschaffung aus dem hohen Norden zurückgekehrt und widmen sich nun neuen Pflichten. Aktuell arbeiten wir an unserer nächsten Veröffentlichung, die noch im Sommer in den Druck gehen wird und kümmern uns im Gießkannenmuseum um den stetig wachsenden Ausstellungsbestand.


mehr
aktion


.............................................................................................................................................................................................

.............................................................................................................................................................................................

.............................................................................................................................................................................................

Gießener Künstlergruppe gärtnerpflichten freut sich über den Sonderpreis des Landeswettbewerbs "Städte sind zum Leben da"



Foto: Andreas Schlote Wiesbaden
Foto: Andreas Schlote, Wiesbaden

Am 1. Oktober 2014 fand die Auftaktveranstaltung des Landeswettbewerbs „Städte sind zum Leben da“ in Gießen statt.
Im Juni 2015 wurden in Wiesbaden nun aus 65 eingereichten Projekten die Preisträger durch die Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz ausgezeichnet - und tatsächlich landete eine der insgesamt acht Auszeichnungen in Gießen! Der Sonderpreis des Wettbewerbs ging an die Künstlergruppe "gärtnerpflichten", die für ihr kulturelles und prozessbegleitendes Gesamtprogramm anlässlich der Landesgartenschau Gießen 2014 geehrt wurde.

Die vier Mitglieder der "gärtnerpflichten" (Oliver Behnecke, Ingke Günther, Esther Steinbrecher, Jörg Wagner) stammen aus den Bereichen der bildenden und darstellenden Kunst und verstehen ihre kontextübergreifenden Konzepte als wichtige urbane Praxis und Motor für eine innovative Stadtentwicklung. Unter dem Motto "Des Gärtners erste Pflicht: GIESSEN!" war Kultur in den vergangenen 5 Jahren Anlass und Vehikel für Kommunikation, Partizipation und Wissensvermittlung; Kunst und künstlerisches Handeln fungierten als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Stadtgesellschaft und Alltag. Vor und während der Gartenschau wurden Veranstaltungsformate in Form von Aktionen, Führungen und Bespielungen sowie ein Kunstwettbewerb umgesetzt.

Intention der "gärtnerpflichten" war es, in verschiedenen Projekten und Formaten Gießen als lebenswerte und grüne Stadt zu positionieren und nachhaltig weiter zu entwickeln. "gärtnerpflichten" fungierten hier sowohl als Ideengeber, Umsetzer, als auch als Vernetzer zahlreicher Akteure.
Mit den innerhalb der Gesamtkonzeption initiierten Projekten wie z.B. der Stadtimkerei, dem nordStADTgarten, dem Suppenfest oder dem Gießkannenmuseum wurden ganz reale Veränderungen innerhalb des Stadtraums sowie der Stadtgesellschaft herbeigeführt.
Im Fahrwasser des Großereignisses Landesgartenschau und doch abgelöst von dessen eher standardisierten Abläufen und Programmgestaltungen, operierte "gärtnerpflichten" künstlerisch eigenverantwortlich und setzt sich dabei inhaltlich wie strukturell ab von den gängigen Strategien einer auf Massenabfertigung ausgerichteten Veranstaltungskultur.

"gärtnerpflichten" freuen sich sehr über die erhaltene Auszeichnung und die damit verbundene Anerkennung ihrer Arbeit!


gaertnerpflichten
Foto: gärtnerpflichten

.............................................................................................................................................................................................

Herzlichen Dank an alle, die die gärtnerpflichten in den letzten vier Jahren unterstützt haben!



2200k


.............................................................................................................................................................................................

Katalog „draußen“ liegt vor - 96 Seiten zum Kunstwettbewerb der Landesgartenschau



draussen


Die Landesgartenschau in Gießen hat ihre Pforten bereits geschlossen, und die sechs Kunstprojekte im öffentlichen Raum, die in diesem Zusammenhang im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs entstanden sind, werden in den nächsten Tagen ebenfalls abgebaut werden. Somit endet das temporär angelegte Kunstereignis nach einem halben Jahr und hinterlässt neben guter Resonanz und eindrücklichen Erinnerungsbildern nun auch ein Druckerzeugnis. Der 96 Seiten umfassende bildreiche Katalog eröffnet mit einem Grußwort der Hessischen Kulturstiftung, lässt noch einmal den zweistufigen Wettbewerb Revue passieren und widmet sich auf jeweils 10 Seiten den Projekten von Monika Goetz, Wiebke Grösch / Frank Metzger, Folke Köbberling / Martin Kaltwasser, Gabi Schaffner / Pit Schultz, Axel Schweppe und Andreas Rohrbach.

Für 10.- € ist der „draußen“-Katalog im Gießkannenmuseum, der Tourist-Info oder im Neuen Kunstverein Gießen zu erwerben.

Die Publikation als PDF zum Download (4,6 MB) pdf icondraussen_publikation
.............................................................................................................................................................................................

Finale ROLLRASENEXPEDITION mit dem Drahtesel

ABGESANG auf die Gartenschau + Katalog-Release „draußen“


Samstag, 4. Oktober, 15.00 bis ca. 18.00 Uhr
Treffpunkt: Christoph-Rübsamen-Steg, Auftaktplatz Nordstadt

rr

Die Gartenschau geht ihrem Ende entgegen und am Samstag, den 4. Oktober findet die letzte ROLLRASENEXPEDITION unter Leitung der gärtnerpflichten statt.
Was bereits im Jahr 2010 mit thematisch unterschiedlich ausgerichteten, informativen Ausflügen mit Blick auf die Landesgartenschau Gießen 2014 begann, findet nun sein Ende mit einer Radtour durch den Gießener Stadtraum. Was ist passiert in den letzten vier Jahren? Welche Brückenschläge möchten wir nicht mehr missen und welche Suppe weiter auslöffeln? Welche liebgewonnenen Kunstwerke müssen verabschiedet werden und was wird als Nachklang bleiben. Was ist in der Stadt jenseits des umzäunten Geländes passiert? Die finale Expedition setzt einen gut gelaunten Schlusspunkt, jedoch nicht ohne zu fragen: Was hätte besser laufen können?

Da auch die Kunstwerke im öffentlichen Raum, die anlässlich der Landesgartenschau temporär in Erscheinung traten, mit deren Ende abgebaut werden, ist dieser Ausflug auch der letzte zum Kunstwettbewerb „draußen“.

Im Rahmen der Führung wird der gleichnamige Katalog zur Ausstellung vorgestellt.

.............................................................................................................................................................................................

3 jahre gikamu

3 JAHRE GIESSKANNENMUSEUM


Ein Fest – Ein Kongress – Ein spritzvergnügtes Beisammensein
Termin: 20. September 2014
Zeit: 15 bis ca. 18 Uhr
Ort: Alte Universitätsbibliothek, Georg-Büchner-Saal, Bismarckstr. 24

Mit: Gießkannenexperimenten (Lutz Schäfer & Prof. Dr. Siegfried Schindler),
Gießkannenwissen (Reinhard Schauer, Museum der Gartenkultur, lllertissen),
2 x Gießkannenmusik (Gießener Gießkannenensemble + Henning Kirsch),
Gießkannengeschichten (gärtnerpflichten),
ad hoc-Gießkannenkonstümschneiderei (Viola Weltgen),
Gießkannenimbiss (supper club)

Konzept / Moderation: gärtnerpflichten (Oliver Behnecke, Ingke Günther, Esther Steinbrecher, Jörg Wagner)

Mit einem spritzvergnügten Beisammensein begeht das Gießkannenmuseum feierlich das Jubiläum anlässlich seines 3-jährigen Bestehens. Passend zum Format des partizipativen Museums ist diese Veranstaltung eine Mischung aus Vermittlung von Wissenswertem, Unterhaltsamem und Erstaunlichem rund um das Werkzeug zur gezielten Bewässerung. Unter dem Motto „Des Gärtners erste Plicht: Gießen!“ sind alle Gießkannen- und Gartenfreunde/innen sowie Interessierte an Alltagskultur herzlich zu dieser spritzigen wie ereignisreichen Veranstaltung eingeladen.
Die großzügigen Räumlichkeiten der Alten Universitätsbibliothek mit zwei Ebenen und lichtem Innenhof werden im Rahmen des Gießkannenkongresses als Parcours bespielt. Dabei bewegen sich die Gäste unter kundiger Führung durch verschiedene Erlebnisbereiche.
Neben verblüffenden Gießkannen-Experimenten oder historischen Fakten rund um das Bewässerungsgefäß werden neue und ungewöhnliche Exponate aus der Sammlung vorgestellt. Zudem sorgen ausgefeilte Gießkannenmusiken live ebenso für Überraschung wie weitere Beiträge aus der Welt des künstlichen Regens. Die Veranstaltung endet mit einem kleinen Imbiss.

Der Eintritt ist frei.

.............................................................................................................................................................................................

Andrea Knobloch: Gießener Gartenzimmer


giessener gartnezimmergiessener gartnezimmer

Ein Projekt von Andrea Knobloch in Zusammenarbeit mit gärtnerpflichten und in Kooperation mit dem NKV Gießen

Mit dem Typus der arbeitenden Pfanze beschäftigte sich Andrea Knobloch während ihres einwöchigen Aufenthalts im November 2013 in Gießen. In Büros, Amtsstuben, Sekretariaten, auf Fluren und im öffentlichen Raum stöberte sie dienstleistende Grünpfanzen auf und hielt sie an ihrem Arbeitsplatz fotografisch fest - im Einsatz als Dekoration, Lufterfrischer oder schlicht als Raumtrenner. Diese Fotosammlung wird Grundlage für die weiterführende Installation "Gießener Gartenzimmer" im Neuen Kunstverein Gießen im Herbst 2014 sein.

Das Gießener Gartenzimmer referiert auf Natur simulierende Architekturen, wie sie im europäischen Landschaftspark üblich wurden. Der Raum des Gießener Kunstvereins wird in eine künstliche Grotte verwandelt, die aus modularen Waben-Elementen zusammengesetzt ist. Die einzelnen Wabenkörper bieten sich zur Durchsicht an und zeigen in ihrem Inneren Abbildungen von „arbeitenden“ Pflanzen“ überlagert von den Architekturen, in denen diese Pflanzen als nutzbringende Dienstleister ihr Dasein fristen. In der Ambivalenz zwischen romantischer Naturverklärung und an industrielle Verfahren angelehnter Produktion der künstlichen Grotte spiegelt sich das ambivalente Verhältnis des schaffenden Menschen zu den Resten kulturalisierter Natur, wie sie im Stadtraum zu finden sind.


andreaknobloch.de


.............................................................................................................................................................................................

3 X Kunst zur Gartenschau am 6. September 2014!!!


Die mobile Einheit des Gießkannenmuseums lädt ein: „Gießkannen spenden & Pflanzen adoptieren“


Samstag, 6. September, 10 bis 14 Uhr
Kirchenplatz, Gießen

Nach dem guten Zuspruch im vergangenen Jahr ist am kommenden Samstag die mobile Einheit des Gießkannenmuseums wieder auf dem Kirchenplatz anzutreffen. Auf dem Weg vom oder zum Wochenmarkt können Gießener Bürgerinnen und Bürger quasi im Vorbeigehen Gießkannen spenden und grüne Mitbewohner adoptieren. Das Team des Gießkannenmuseums sowie das künstlerische Projekt „botanoadopt“ betreuen am Kirchenplatz gemeinsam einen Stand, an dem Gießgefäße abgegeben werden können, die nicht mehr benötigt werden. Gleichzeitig dürfen Zimmerpflanzen in Obhut genommen werden, die heimatlos und pflege- bedürftig sind. Eine Adoption angehen sollten freilich nur jene Pflanzenfreunde, die nicht zuvor ihre allerletzte Gießkanne am Stand zurückgelassen haben.

botanoadopt

+++ PLUS +++


Konzert am Pflanzenhörer ima 3


Samstag, 6. September um 15 Uhr
Große Bleiche / Uferweg, Gießen

Konzert am Pflanzenhörer ima 3

mit:
Wolfgang Stamm und Rainer Rumpel (Schlagwerk), Wiesbaden
Frank Rühl (Gitarre) und Nils Hartwig (Klarinette), Gießen
Axel Schweppe (Klangobjekt), Köln

Im Rahmen des Kunstwettbewerbs zur Landesgartenschau hat der Klangkünstler Axel Schweppe (Köln) den Pflanzenhörer ima 3 entwickelt. Auf einer freien Wiesenfläche an der Lahn steht nun seit Ende April eine langbeinige Holzkonstruktion, die mit ihrer weißen Lamellenverschalung formale Assoziationen an eine Wettermessstation aufruft. Dem Grundriss nach an eine sechsstrahlige Blüte angelehnt, ist die Funktion dieses Gebildes rätselhaft; bleibt doch der Blick in die auf die Spitze gestellten, nach oben offenen Pyramiden verwehrt. Tritt man jedoch an die Skulptur heran, werden je nach Wetterlage unterschied- liche Töne hörbar. Die Trichter des Pflanzenhörers ima 3 sind so konstruiert, dass sie die Elemente des Wetters empfangen, diese umwandeln und als unterschiedliche Klänge aussenden. Sonne, Regen und Wind musizieren – sanft und unaufdringlich, aber in unmittelbarer Nähe deutlich vernehmbar.

Die klingende Skulptur ist nun Anlass für ein Konzert auf der Großen Bleiche; am Samstag- nachmittag werden Schlagwerk, Gitarre, Klarinette und Klangobjekt gemeinsam zu hören sein.

+++ PLUS +++


Finissage der Ausstellung "drinnen + draußen mit Seerosen" und Künstlergespräch des NKV mit Peter Rösel


Die dokumentierende Ausstellung zum Kunstwettbewerb der Landesgartenschau in Kooperation mit dem Neuen Kunstverein Gießen endet am kommenden Samstag.

Hiermit laden wir herzlich zur Finissage ein! In diesem Rahmen findet das Künstlergespräch mit Peter Rösel statt.

Samstag, 6. September 18 Uhr
Kultur im Zentrum (KIZ), Südanlage 3a (Eingang über Löberstraße / Japanischer Garten)

.............................................................................................................................................................................................

Samstag, 9. August 2014. Im KIZ Gießen. 16 – 22 Uhr

Datscharadio präsentiert: Kompost und Poiesis


Ein Spätsommertagstraum von Gartenkultur

Datscharadio feiert den Abschluss seiner 100-tägigen Forschungsmission mit Gästen und Künstlern, Musik, Vorträgen und einem im Garten des KIZ eingerichteten Mikro-FM-Sender.

datscharadio

Während die Landesgartenschau sich in ihr letztes Drittel bewegt, neigt sich die Sendezeit der temporären Radio- und Forschungsstation Datscharadio ihrem Ende zu.

In einem eintägigen Festival lassen die Künstler die Glanzlichter ihres Sendearchivs noch einmal Revue passieren. 100 Tage lang dokumentierten sie die verschiedenen Milieus der Landesgartenschau Gießen in Ton, Bild und Text. Statt ihre Datensammlung einer wissenschaftlichen Interpretation zuzuführen, wurde das Material in den an die Radiostation angeschlossenen Audiokomposter (von Pit Schultz) eingefüttert. Die Kombination von Hortikultur, Programmierung und Datenrecycling fordert zu einem Blick über die mentalen und gesellschaftlichen Gartenzäune heraus. Gartenfreunde, technisch und wissenschaftlich Interessierte, Künstler und Laien sind daher herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Datscharadios Festival ist zugleich ein Hörspiel-in-Progress über die Gartenkulturen in Deutschland, an dem alle Gäste sich aktiv beteiligen können. Direkt im KiZ senden wir auf 91,5 MHz: Bringen Sie Ihr mobiles Radiogerät mit, um die Lautstärke und Reichweite des Festes zu erhöhen!

Programmvorschau:

16 Uhr Begrüßung, anschließend
Konzert für Nachtigall und Rasenmäher (Spektrale Partituren fürs Publikum. Violine: Marcin Gortel). Mit einer Einführung zum akustischen Horizont

Feldnotizen. Ethnografische Observationen. Lesung: Gabi Schaffner. Die Landesgartenschau Gießen als Untersuchungsfeld

Kommunikation mit Pflanzen. Vortrag: Dr. Verena Kuni (Kunst- und Kulturhistorikerin und Expertin für urbanes Gärtnern und DIY-Kultur, Frankfurt)

Der Audiokomposter, nach einer Idee von Knut Aufermann, Programmierung: dieb13. Vortrag: Pit Schultz

Die Gießkanne als Instrument. Kurztutorium von Hannes Wienert (Multiinstrumentalist, Hamburg). Mit Ausstellungsstücken aus dem Gießkannenmuseum Gießen

Quattroflex, Sheng und Wassertrompete. Konzert Hannes Wienert im Garten des KIZ

Mit der digitalen Lupe durch den Garten. Elektronisches Live-Konzert von Suspicion Breeds Confidence, Frankfurt. Audiokomposter Recycled

Freier Apfelweinausschank „Heinz Schenk“; außerdem die viel gefeierte Wieseckauenkräutersuppe von Rahim En Nosse, dazu Brot, Wein und Käse.

Kontakt: info@datscharadio.de

http://datscharadio.de

Ort: KiZ (Kultur im Zentrum) Gießen.
Datum: Samstag, 9. August 2014
Zeit: 16 Uhr
Lokale Frequenz: 91,5 MHz
Adresse: Südanlage 3a, Eingang japanischer Garten/Löberstraße

Veranstalter: Datscharadio. Gabi Schaffner/Pit Schultz

Datscharadios Festival ist ein Projekt im Rahmen des Kunstwettbewerbs der Landesgartenschau Gießen 2014 und wird unterstützt von den gärtnerpflichten und Supp'cultur, Gießen sowie der Ökoweinkelterei Matsch&Brei, Speckswinkel.

.............................................................................................................................................................................................

draussen_drinnen_seerosen

Die Ausstellung zum Kunstwettbewerb der Landesgartenschau
in Kooperation mit dem Neuen Kunstverein Gießen / Ausstellung Peter Rösel

Eröffnung: 12. Juli 2014, 19:30 Uhr

Begrüßung: Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz
Einführung: gärtnerpflichten (verantwortlich für den Kunstwettbewerb)
Markus Lepper (Künstlerischer Leiter des NKV)

Dauer der Ausstellung: 12. Juli - 06. September 2014
Öffnungszeiten: Di - So, 10:00 - 18:00 Uhr
Ort: Kultur im Zentrum (KiZ), Südanlage 3a,
Eingang über den Japanischen Garten / Löberstraße

Flankierende Ausstellung zur Kunst im öffentlichen Raum

draussen kizdraussen kizdraussen kizdraussen kiz

Während mit der Ausstellung „draußen“ die ausgewählten Projekte des Kunstwettbewerbs zur Landesgartenschau im Gießener Stadtraum zu entdecken sind, zeigt „drinnen“ vor allem Hintergründe und Dokumentarisches zu den sechs Positionen.
Hier werden die konzeptuellen Ansätze vermittelt und Einblicke in die Planungs- und Aufbauphasen der Arbeiten von Monika Goetz, Wiebke Grösch / Frank Metzger, Folke Köb- berling / Martin Kaltwasser, Gabi Schaffner / Pit Schultz, Axel Schweppe und Andreas Rohrbach gegeben.

Im Rahmen des Wettbewerbs für Kunst im öffentlichen Raum anlässlich der Landesgarten- schau Gießen 2014 wurden in einem zweistufigen Verfahren sechs ortsspezifische Kunst- projekte ausgewählt. Die national wie international profilierten Positionen, die nun während der Gartenschau in Gießen zu erleben sind, repräsentieren ein breites Spektrum aktuellen Kunstschaffens, das sich in unterschiedlichen temporären Installationen zeigt.

Auf einen inhaltlich lenkenden Titel wurde in der Ausschreibung bewusst verzichtet. Demzufolge befragen die jurierten Projekte in ihren Themen und formalen Ausprägungen sehr unterschiedlich das Verhältnis von Mensch und Natur und setzen sich vielfältig mit dem Ideenraum „Stadt und Garten“ auseinander. Sie arbeiten mit skulpturalen Setzungen und Interventionen, Licht und Klang oder greifen den Kontext städtischer Planungen auf; sie packen die Gartenthematik in ein Radioformat oder schaffen ein ganz eigenes, künstlerisches Biotop. Mit den Arbeiten wird ein Bogen von der Lahn bis zum Areal der Wieseckaue gespannt, räumlich durch die Klammer zweier Projekte eingefasst, die auf die ästhetische Kraft von Baum-Solitären setzen.

Die Präsentation im KiZ dokumentiert nun bildreich die Aufbauphase der sechs Projekte und beleuchtet neben den Konzepten die nicht unerheblichen Hürden, die Kunst im öffent- lichen Raum zu nehmen hat. In der Ausstellung werden darüber hinaus durch wenige, aber pointierte künstlerische Setzungen Verbindungsstränge zwischen „draußen“ und „drinnen“ sichtbar gemacht.
So hat es einen der „Kumpane“ von Norbert, einer Marmorskulptur, die in der vielteiligen Treibhaus-Installation Gießener Biozön von Andreas Rohrbachs in der Wieseckaue beheimatet ist, in den Ausstellungsraum verschlagen. Und auch das Thema des ortsspezifischen Eingriffs von Monika Goetz auf der kleinen Lahninsel klingt inhaltlich in der Ausstellung in einer großen, eher graphisch angelegten Arbeit auf kontrastierende Weise an. Der Heiligenschein, der im Rahmen von „draußen“ einen der schönsten Bäume in Gießen krönt, erfährt drinnen einen Widerhall in der Wandarbeit „Dark Star““, einer haptisch erscheinenden Zeichnung, die die Künstlerin mit brennenden Wunderkerzen aufgebracht hat.

Neuer Kunstverein Gießen zeigt Peter Rösel

draussen kiz

Im Untergeschoß der ehemaligen Stadtbibliothek wird die raumgreifende Installation „Seero- senteich“ von Peter Rösel aus der Sammlung des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt zu sehen sein. Durch die spezifische Situation vor Ort, die mit dem zweigeschossigen Aus- stellungsraum nach Entwürfen des schwedischen Architekten Sven Markelius (1889 – 1972) gegeben ist, kann die Arbeit aus mehreren Perspektiven erlebt werden. Seit 1995 arbeitet Peter Rösel mit Textilien und verwandelt diese in exotische wie heimische Zimmerpflanzen. Dadurch kultiviert er einen veränderten Blick auf eigentlich vertraut Geglaubtes.

Ein Künstlergespräch mit Peter Rösel bietet der NKV Gießen am 6. September um 18:00 Uhr im KiZ an.

Im Rahmen der Ausstellung lädt die MITTWOCHSREIHE wöchentlich zu Veranstaltungen ein.

„Mittwochsreihe“
Die Ausstellung „drinnen“ versteht sich auch als Ort der Vermittlung und Kommunikation. Gemeinsam mit dem Neuen Kunstverein Gießen und dem im KiZ ansässigen Literarischen Zentrum laden wir zur „Mittwochsreihe“ ein, die wöchentlich Lesungen, Künstlergespräche und Führungen anbietet.

16.07., 19:30 Uhr: Heidi Salaverría
In Erscheinung treten – zur Rolle der Kunst in der Öffentlichkeit

23.07., 19:30 Uhr: botanoadopt
Ein partizipatives Projekt zur Befragung der eigenen Sicht von Natur

30.07., 19:30 Uhr: Beschaulicher Abend I – Führung durch die Ausstellung

06.08., 19:30 Uhr: Nico Bleutge liest aus verdecktes gelände

13.08., 19:30 Uhr: Gabi Schaffner
Der Wahnsinn des Dokumentaristen – Ländliches Finnland: Gelöschte Spuren
Anschließend: music, drinks and more

20.08., 19:30 Uhr: Hubert Steins
An den Grenzen des Wahrnehmbaren - Strategien der Klangkunst im
öffentlichen Raum

27.08., 17:00 Uhr: Heute früher! Beschaulicher Abend II – Führung durch die Ausstel-lung

03.09., 19:30 Uhr: Mobile Albania
Stadt als Garten – Bodenbereitung für eine Stadtplanung ohne Plan und Planierraupe

Der Flyer zum Download: pdf icondraussen_drinnen_seerosen

baumhausbridge over troubled waterpflanzenhoerer ima 3biozoen2200 Kdatscharadio

.............................................................................................................................................................................................

„Kleine Rollrasenexpedition“ zum Kunstwettbewerb



Am Montag, den 7. Juli findet von 20 bis ca. 22 Uhr eine Führung anlässlich des Kunstwettbewerbs „draußen“ durch die gärtnerpflichten statt.

Wir treffen uns am Lahn-Fenster / Klinkelsche Mühle und werden die Kunstwerke von Monika Goetz, F. Köbberling / M. Kaltwasser und Axel Schweppe besuchen und diskutieren.

Bei gutem Wetter ist zudem ein Abendbrot-Picknick geplant.

Die Führung ist kostenfrei; Spenden sind willkommen.

.............................................................................................................................................................................................

Öffentliche Führungen durch die gärtnerpflichten im Gießkannenmuseum!



Am Freitag, den 27. Juni und Mittwoch, den 2. Juli jeweils von 18 bis 19 Uhr.

giesskannenmuseum

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.


ACHTUNG: NEUE ÖFFNUNGSZEITEN während der Gartenschau (26. April bis 5. Oktober):


MITTWOCH bis SAmstag, 15 - 19 Uhr



.............................................................................................................................................................................................

Mobile Albania lädt ein zum finalen Festakt auf längst vergessene Prozessionsstraßen der Stadt.


am: 5., 6. und 8. Juni 2014
Uhrzeit: 20:15 Uhr
Ort: am und auf dem Berliner Platz 1, Gießen

stadt als garten

MOBILE ALBANIA - STADT ALS GARTEN
      • eine durchquerbare Vorstellung - - - - ->
Ein Jahr braucht ein Wurm, um aus Erde Humus herzustellen. Ein Jahr hat sich Mobile Albania durch Gießen bewegt und mit alternativen Feiertagen an öffentlichen Plätzen die Stadtstrukturen verdaut. „Stadt als Garten“ ist der letzte von 5 Feiertagen.

Die Wurmzeituhr spuckt und spuckt. Ein unaufhörlicher Schwall lebendiger Erde wird aus dem Gießener Untergrund gekarrt, türmt sich auf dem Rathausplatz. Das Pflaster bricht auf, frisches Wasser sprudelt aus und lädt zum Baden ein. Die Stadtwüste füllt sich mit Leben. Menschen lauschen Geschichten, zelebrieren heilige Orte. Hochentwickelter Müll bewegt sich eigensinnig durch die Straßen. Straßenkehrer fegen gewohnte Strukturen des städtischen Lebens durcheinander.
Ist das die Landesgartenschau oder das Amt für Straßenbau? Tauben finden ihre Wege im neugeordneten Stadtraum, picken Unbrauchbares. Chöre singen Patrouil-le. Der Zenit der Wurmzeit ist erreicht. Mobile Albania lädt ein zum finalen Festakt auf längst vergessene Prozessionsstraßen der Stadt.

Der Eintritt ist frei.

Von und mit: Ana Berkenhoff, Laura Eggert, Kathrin Felzmann, Sarah Günther, Roland Siegwald, Katharina Stephan, Camilla Vetters
und dem Gießener Chor Avanti Dilettanti unter Leitung von Claudia Jirka

Gefördert durch Fonds Soziokultur, Kulturamt Gießen, Landesgartenschau Gießen 2014, gärtnerpflichten, „Ab in die Mitte - Die Innenstadt Offensive Hessen“, Gießen Marketing GmbH. Mit freundlicher Unterstützung durch das Stadtreinigungsamt und das Gartenamt der Stadt Gießen, Kinopolis Gießen und Katakombe Aschaffenburg.

www.mobilealbania.de

.............................................................................................................................................................................................


Karin Bergdolt - Das unspektakuläre Dazwischen


24. Mai bis 5 Juli 2014
Eröffnung 24. Mai, 18 Uhr
Neuer Kunstverein Gießen e.V. Ecke Licher Str. / Nahrungsberg • 35394 Gießen

Karin Berdolt

Wir freuen uns, auf die Eröffnung der Ausstellung von Karin Bergdolt am Samstag, den 24.5. ab 18 Uhr hinzuweisen. Zur Eröffnung spricht Jörg Wagner.

Sechs Wochen später (am Samstag, den 5. Juli) findet zum Abschluss der Ausstellung ein Stadtspaziergang mit Karin Bergdolt und Dr. Martin de Jong statt. Start ist um 15 Uhr am Kunstverein.

DAS UNSPEKTAKULÄRE DAZWISCHEN

Gerne lenkt Karin Bergdolt (*1968, lebt in Nürnberg) ihren Blick auf das weniger Perfekte und die feinen Töne im Dazwischen; sie erhebt das scheinbar Belanglose zum Wesentlichen. In ihrer Gießener Installation erzählen zeichnerische Momentaufnahmen von Löwenzahn, Schöllkraut und Kratzdistel, aber auch von deren unspektakulären Lebensräumen inmitten des Gießener Stadtraums. Mit Blick auf die diesjährige Landesgartenschau, aber auch als dezidierter Kontrapunkt dazu, handelt die Ausstellung von pflanzlichen Pionieren, die sich ganz ohne Hege und Pflege behaupten.

Wer reist wiederholt in eine fremde Stadt, um in erster Linie nach Brachflächen, Unfertigem und städtebaulichen Nischen Ausschau zu halten? Karin Bergdolt ist Zeichnerin und Reisende – so durchquerte sie mit „Nomadischer Perspektive“ (so der Titel der anschließenden Publikation) vor einigen Jahren mit dem Fahrrad die Mongolei. Im vergangenen Jahr unternahm sie eine Expedition mit sehr viel kleinerem Radius und näherte sich der Stadt Gießen auf eher unorthodoxen Wegen. So entstand ein Stadtführer mit fokussiertem Blick, der „einen Dialog zwischen Orten und dort ungefragt angesiedelten Pflanzen“ beschreibt, so die Künstlerin.

Mit dem Arbeitstitel „Gut verpackt an welchem Fleck?“ hat Bergdolts Projekt bereits Ende 2012 in Kooperation mit gärtnerpflichten begonnen. Ihr Wildpflanzenführer wird zu Ausstellungsbeginn vorliegen und mit einem Stadtspaziergangs am 5. Juli 2014 ausführlich vorgestellt. Als botanischer Experte begleitet Dr. Martin de Jong den Ausflug. Treffpunkt: 15 Uhr am Kunstverein (Ecke Licher Str. / Nahrungsberg)



.............................................................................................................................................................................................


Hans Reinard: Methusalem Kompott


Eröffnung: Dienstag, 20. Mai 2014, 19 Uhr
Ort: Japanischer Garten / Kongresshalle

Hans  Reinard:  Methusalem Kompott

Vom Dach der Kongresshalle blicken drei nackte Gestalten auf die idyllische Innenstadtoase des Japanischen Gartens. Der Künstler Hans Reinard hat in den vergangenen Jahren eine Skulpturenreihe alternder Männer geschaffen, die mit merkwürdigen Utensilien ausgestattet sind. Die Figuren hocken, stehen oder liegen, glotzen in die Gegend oder ertüchtigen voller Inbrunst und Versunkenheit ihren Leib. Nahezu lebensgroß sind die eher roh gehaltenen Gipsplastiken durch wenige Akzentsetzungen farblich gefasst. Sie zeigen – auf hilflose, komische bis reichlich absurde Weise – wie sie „die kleinen Alterskatastrophen durch Kleidung, Gang, Mimik und sportliche Aktivitäten zu kaschieren versuchen“, so der Künstler.

Hans Reinhard (*1942, lebt in Gießen) widmet sich als Bildhauer und Fotograf seit Jahren dem Thema des menschlichen Körpers. Als Kunstpädagoge hat er über drei Jahrzehnte den Kunstunterricht an der Gießener Ostschule geprägt.

.............................................................................................................................................................................................


Der Faltplan zur Kunst im Rahmen der Landesgartenschau Gießen 2014 jetzt zum Download


pdf icondraussen_landesgartenschau_giessen_kunst

.............................................................................................................................................................................................

ROLLRASENEXPEDITIONEN 9. ETAPPE


INFORMATIVE AUSFLÜGE MIT BLICK AUF DIE LANDESGARTENSCHAU GIESSEN 2014

Sonntag, 27. APRIL 2014, 15 - 18 Uhr

Erste öffentliche Führung zu „draußen“, dem Kunstwettbewerb der Landesgartenschau Gießen 2014


Die Künstler/innen sind anwesend.

Treffpunkt: Am Mühlengarten / nördlich der Rodheimer Str.
Ziel: Wieseckaue (LGS-Gelände)

Um wetterfeste Ausrüstung und festes Schuhwerk wird gebeten;
für eine kleine Verpflegung ist gesorgt.
Kontakt bei Fragen giessen@gaertnerpflichten.org | Tel.: 0641–306-20 28
.............................................................................................................................................................................................

kunstwettbewerb

"draußen" Landesgartenschau Gießen 2014 – Kunstwettbewerb


26. April bis 6. Oktober 2014 im Gießener Stadtraum

Im Rahmen des Wettbewerbs für Kunst im öffentlichen Raum anlässlich der Landes-
gartenschau Gießen 2014 wurden in einem zweistufigen Verfahren sechs ortsspezifische Kunstprojekte ausgewählt. Die national wie international agierenden Positionen, die nun während der Gartenschau in Gießen zu erleben sind, repräsentieren ein breites Spektrum aktuellen Kunstschaffens, das sich in unterschiedlichen temporären Installationen zeigt.

Auf einen inhaltlich lenkenden Titel wurde in der Ausschreibung dezidiert verzichtet. Dem zufolge befragen die jurierten Projekte in ihren Themen und Ausprägungen sehr unter- schiedlich das Verhältnis von Mensch und Natur und setzen sich vielfältig mit dem Ideenraum „Stadt und Garten“ auseinander.
Sie arbeiten mit skulpturalen Setzungen und Interventionen, Licht und Klang oder greifen den Kontext städtischer Planungen auf, sie packen die Gartenthematik in ein Radioformat oder schaffen ein ganz eigenes künstlerisches Biotop. Durch die Arbeiten wird ein Bogen von der Lahn bis zum Areal der Wieseckaue gespannt und räumlich durch die Klammer zweier Projekte eingefasst, die auf die ästhetische Kraft von Baum-Solitären setzen.

Was zu sehen ist, bleibt nur auf Zeit – die Kunst verschwindet mit Ablauf der Gartenschau, arbeitet aber mit dem Echo eindrücklicher Erinnerungs- und Klangbilder.

Mit der ROLLRASENEXPEDITION zum Kunstwettbewerb wird „draußen“ am Sonntag, den 27. April um 15 Uhr eröffnet (Treffpunkt: Am Mühlengarten / nördlich der Rodheimer Str.). Der Ausflug dauert bis ca. 18 Uhr. Die Künstler/innen sind anwesend.

Der Etat des Kunstwettbewers zur Landesgartenschau hat ein Gesamtvolumen von € 105.000, das sich aus dem Kunstbudget der Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH, einer Förderung der Hessischen Kulturstiftung und des Fördervereins Landesgartenschau Gießen 2014 e.V., sowie einem Sponsoring durch das BID Seltersweg zusammensetzt.


Sechs ortsspezifische Kunstwerke im öffentlichen Raum


Bridge over troubled water
..............................................................................
Folke Köbberling / Martin Kaltwasser (Berlin)

„In Gießen fehlt ganz grundlegend eine Brücke“– diese Feststellung machte das Künstlerduo Köbberling / Kaltwasser im Rahmen ihrer Vorfeld-Recherchen. Im städtischen Rahmenplan für das Gartenschaugebiet war im Mündungsbereich der Wieseck in die Lahn vorgesehen, eine querende Fußgänger- und Radfahrerbrücke zu errichten. Diese sollte eine bedeutende Lücke im Wegenetz parallel zur Lahn schließen; aus Kostengründen wurde von einer Um- setzung der Planungen jedoch abgesehen.

Dieser Umstand wird nun durch das Projekt inhaltlich aufgegriffen und durch eine künstlerische Setzung materialisiert. Mit kleinem Budget errichtet kann diese Brücke wenigstens temporär während der Gartenschau die beiden Ufer verbinden und damit ein visonär-künstlerisches „Es geht doch!“ platzieren. Der konkreten Bauphase vorausgegangen ist ein Prozess der Abwägung von Machbarkeiten und verschiedener Brücken-Varianten. Baukonstruktive, materialbedingte, Hochwasser- und Umweltschutzfragen mussten in den Blick genommen werden.
Die nun erstellte Brücke aus Gerüstbauelementen, hinleitenden Auffahrten und Beschilde-rungen wurde während einer mehrtägigen Baustelle auf der Lahnwiese errichtet. Neben der Realität einer Querungsmöglichkeit auf Zeit erzählt die Brücke von Planungen, Utopien und dem Stadtraum als Möglichkeitsraum.

kunstwettbewerb
Danke an: Gerüstbau Tisch GmbH Berlin, Nicole Zahner

www.superbuero.de

.............................................................................................................................................................................................

Pflanzenhörer ima 3
......................................
Axel Schweppe (Köln)

Auf einer freien Wiesenfläche in Lahnnähe steht eine filigrane und langbeinige Holz- konstruktion, die mit ihrer weißen Lamellenverschalung formale Assoziationen an eine Wettermessstation aufruft. Dem Grundriss nach an eine sechsstrahlige Blüte angelehnt, ist die Funktion dieses Gebildes rätselhaft; bleibt doch der Blick in die auf die Spitze gestellten, nach oben offenen Pyramiden verwehrt. Aufgrund ihrer hohen Anbringung lässt sich nicht erkennen, was im Inneren geschieht. Tritt man jedoch an die Skulptur heran, werden je nach Wetterlage unterschiedliche Töne hörbar.

Axel Schweppe, Klang- und Installationskünstler, hat für Gießen eine Skulptur entwickelt, die empfindlich auf Witterung reagiert. Ihre pyramidenförmigen Trichter sind so konstruiert, dass sie die Elemente des Wetters empfangen, diese umwandeln und unterschiedliche Klänge aussenden.
Sonne, Regen und Wind musizieren – sanft und unaufdringlich aber in unmittelbarer Nähe deutlich vernehmbar. Der Gießener Pflanzenhörer ima 3 wird vom Künstler als prozessuales Projekt verstanden, welches mit der Setzung der Klangskulptur nicht abgeschlossen ist und durch Kooperationen inhaltlich weiterzuentwickeln ist. Dialoge mit Wissenschaftlern oder Musikern vor Ort sowie partizipative Formate und Workshops sind integrativer Teil der Arbeit.

kunstwettbewerb

www.klangarbeiten.de

.............................................................................................................................................................................................

2200 K
.....................................
Monika Goetz (Berlin)

Die Installation von Monika Goetz setzt auf die ästhetische Kraft einer über 150 Jahre alten, kräftigen Eiche, die auf wundersame Weise mitten im Gewässer auf einer kleinen Lahninsel platziert ist. Ende der 70er Jahre durch die Umleitung des Flusses vom Festland abgehängt, steht der kapitale Baum nun auf einem winzigen Eiland und besticht durch seine solitäre Größe, Schönheit und Aura.

Diese natürliche Strahlkraft wird von der Künstlerin aufgegriffen und unterstrichen, indem sie dem Baum einen schlichten, aber eindrücklichen Nimbus verleiht. Mit der herein- brechenden Dämmerung strahlt ein Lichtring hell in die Nacht und scheint frei über der Baumkrone zu schweben. Tagsüber zeigt er erloschen seine tragende, profane Stahl- konstruktion. Der Heiligenschein, das angestammte Symbol der Erleuchteten, Heiligen oder Götter, wird aus dem kulturhistorisch vertrauten Sakralraum herausgelöst – er krönt und würdigt nun ein wesenhaftes Stück Natur.
Mit dieser Lichterscheinung, die während der Laufzeit der Landesgartenschau eine markante, eigentümliche aber auch poetische Setzung an der Lahn sein wird, stellt sich auch die generelle Frage, in welchem Verhältnis wir zur Natur stehen, deren Ausbeutung und Nutzbarmachung stetig von der Menschheit vorangetrieben wird.

kunstwettbewerb

Danke an: Kardorff Ingenieure Lichtplanung GmbH, GRESCHNIK + FALK + Partner - Ingenieurbüro für Baustatik

www.monikagoetz.net

.............................................................................................................................................................................................

Gießener Biozön
.....................................................
Andreas Rohrbach (Frankfurt)

Mit seinem Beitrag zum Kunstwettbewerb der Landesgartenschau „Gießener Biozön – Norbert und seine Kumpane“ schafft Andreas Rohrbach einen geschützten Lebensraum für seine kreatürlich anmutenden Schöpfungen. Statt Zierpflanzen oder Gemüse, die zu kultivieren oder vor schädlichen Wettereinflüssen zu bewahren sind, verdichtet sich im Treibhaus eine mannigfaltige Skulpturenschar zu einer biotophaften Situation.

Um den Protagonisten „Nobert“ – eine dralle, farbig gefasste Marmorskulptur – tummeln sich biomorphe Körper aus Wolle, Glas, Peddigrohr oder Stein, die an Pilze, Schwämme, Korallen, Eiablagen oder Getier aus dunklen Meerestiefen erinnern. Im lichtdurchfluteten Gehäuse treten sie, eingerahmt von in Marmor gehauenen Wiesenstücken, in Beziehung zueinander. Das Glashaus umkreisend zeigt sich dem Betrachter ein Ausschnitt aus dem Kosmos eines Künstlers, der Steinbearbeitung, Häkeln, Glasblasen oder Peddigrohr-Flechten als gleich- berechtigte bildhauerische Techniken praktiziert. Es entsteht ein Garten im Garten, der die Frage aufwirft, wer durch die Glasscheiben vor wem zu schützen ist – eine empfindliche Biozönose vor uns oder wir vor einem Ökosystem, dessen Ungefährlichkeit dem Augenschein nach nicht versichert werden kann?

kunstwettbewerb

www.andreas-rohrbach.com

.............................................................................................................................................................................................

100 Tage Datscharadio
.............................................................
Gabi Schaffner / Pit Schultz (Berlin)

Datscharadio recherchiert und sendet 100 Tage lang auf dem Gelände der Landesgarten- schau zum Phänomen der deutschen Gartenkultur. Als Forschungs- und Sendestation dient ein umfunktionierter Caravan mit VEB-Charme. Anliegen der künstlerischen Forschungsmission ist es, lokale Traditionen und Perspektiven des Gärtnerns zu erkunden und dabei unter- schiedliche Dokumentationsformen einzusetzen.
In Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Gästen entsteht so ein öffentliches Archiv von Feldnotizen, Protokollen, Gesprächen, O-Tönen und Pflanzenfotografien. Auch Mitschnitte der begleitenden Konzerte und Lesungen sowie der gemeinsamen Essen oder Expeditionen ins Umland speisen sich ein.

Statt diese Vielzahl an erhobenen Daten zu wissenschaftlicher Erkenntnis zu verarbeiten, fließen sie ungefiltert in einen 100-tägigen Radio-Stream. Ein sogenannter Audiokomposter zersetzt das Material zu einer sich kontinuierlich wandelnden Klanglandschaft. Der Prozess dieses „Kompostierens“ verfügbaren Wissens findet seine poetische Entgegnung im wilden Wachstum der Pflanzen rund um die Caravan-Radiostation. Datscharadios Forschungsauftrag schließt mit einem zweitägigen Festival zur Zukunft der Gartenkultur im 21. Jahrhundert.

Folgen Sie dem Stand der Forschungen auf dem Blog des Projekts, über Web-Stream oder direkt vor Ort auf UKW.

kunstwettbewerb
kunstwettbewerb
Danke an: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, „Matsch & Brei“

www.datscharadio.de

.............................................................................................................................................................................................

Baumhaus
...........................................................................
Wiebke Grösch / Frank Metzger (Frankfurt)

Das zweite Projekt im Rahmen des Kunstwettbewerbs, das einen Baum ins Zentrum setzt, hebt eine etwa sieben Meter hohe Platane auf das Dach eines der Wohnhochhäuser in der Eichgärtenallee. In unmittelbarer Nähe zum umzäunten Bereich der Landesgartenschau gelegen, gehört das zwölfstöckige Gebäude zu einer Gruppe von drei Hochhäusern aus den 1960er Jahren. Umrahmt von großzügigen Grünflächen ist dieses Ensemble ein frühes Zeugnis der Verbindung von städtischem Lebens- und Naturraum in der Gießener Stadtplanung.

Der Projekttitel „Baumhaus“ transportiert die romantische Vorstellung eines Lebens im Einklang mit der Natur. Durch die Versetzung des Baumes auf das Dach des Hauses kommt es zu einem Perspektivwechsel: das Wohnhaus wird zum Baumhaus. Der Baukörper wird zum Podest, das den Baum weithin sichtbar über den Stadtraum erhebt. Temporär hat dieser Baum seinen Lebensbereich verlassen und kann, über den Dächern von Gießen stehend, vielfältig gelesen werden: als Installation, die – mit großem Aufwand geschaffene – künstliche Naturräume in den Blick nimmt, als „Deplatzierung“, die ästhetisches Vergnügen bereitet oder als Intervention, die über eine durch den Menschen aus dem Gleichgewicht gebrachte Natur reflektieren lässt.

kunstwettbewerb
Danke an: Wohnbau Gießen GmbH, Dipl.-Ing. Markus Blatt (THM), Prof. Dipl.-Ing.Wolfgang Moosecker (THM), Daniel Watzke (Metallbau Watzke), Angela Römer-Zeibig (Baumschule Rinn)

www.groeschmetzger.de


Die Pressemitteilung zum Download
pdf iconPressemitteilung Kunstwettbewerb LGS Giessen

.............................................................................................................................................................................................


giesskannendruckgrafik


Diese Termine stehen für 2014 schon fest:


FACHSIMPELN / ÖFFENTLICHE FÜHRUNG im Gießkannenmuseum am 16. April 2014, 19 Uhr

Landesgartenschau Gießen vom 26. April bis 5. Oktober 2014
www.landesgartenschaugiessen.de

1. ROLLRASENEXPEDITION
Mit der ROLLRASENEXPEDITION zum Kunstwettbewerb wird „draußen“ am Sonntag, den 27. April um 15 Uhr eröffnet (Treffpunkt: Am Mühlengarten / nördlich der Rodheimer Str.). Der Ausflug dauert bis ca. 18 Uhr. Die Künstler/innen sind anwesend.

SUPPENFEST und BRÜCKENEINWEIHUNG
in diesem Jahr am neuen Christoph-Rübsamen-Steg - am 1. Mai 2014
Feierliche Brückeneröffnung: 10:00 Uhr
Suppenfest: 11.30 bis ca. 15:00 Uhr

KARIN BERGDOLT, Eröffnung der Ausstellung DAS UNSPEKTAKULÄRE DAZWISCHEN im NKV Gießen am 24. Mai 2014, 18 Uhr

KARIN BERGDOLT, Stadtspaziergang & Vorstellung des Buchs UNGEFRAGT ANGESIEDELT am 5. Juli 2014

Eröffnung der BEGLEITAUSSTELLUNG zum Kunstwettbewerb am 12. Juli 2014 im KIZ (Kultur im Zentrum)

ANDREA KNOBLOCH, Eröffnung der Ausstellung GARTENZIMMER im NKV Gießen am 13. September 2014, 18 hr

GIESSKANNENKONGRESS in der Alten UB am 20. September 2014
_LATESTUPDATE[|profil.gsimonow], 01. Jan 1970 01:00