Katalog „draußen“ liegt vor - 96 Seiten zum Kunstwettbewerb der Landesgartenschau



draussen


Die Landesgartenschau in Gießen hat ihre Pforten bereits geschlossen, und die sechs Kunstprojekte im öffentlichen Raum, die in diesem Zusammenhang im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs entstanden sind, werden in den nächsten Tagen ebenfalls abgebaut werden. Somit endet das temporär angelegte Kunstereignis nach einem halben Jahr und hinterlässt neben guter Resonanz und eindrücklichen Erinnerungsbildern nun auch ein Druckerzeugnis. Der 96 Seiten umfassende bildreiche Katalog eröffnet mit einem Grußwort der Hessischen Kulturstiftung, lässt noch einmal den zweistufigen Wettbewerb Revue passieren und widmet sich auf jeweils 10 Seiten den Projekten von Monika Goetz, Wiebke Grösch / Frank Metzger, Folke Köbberling / Martin Kaltwasser, Gabi Schaffner / Pit Schultz, Axel Schweppe und Andreas Rohrbach.

Für 10.- € ist der „draußen“-Katalog im Gießkannenmuseum, der Tourist-Info oder im Neuen Kunstverein Gießen zu erwerben.


Die Publikation als PDF zum Download (4,6 MB) pdf icondraussen_publikation
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Konzert am Pflanzenhörer ima 3


Samstag, 6. September um 15 Uhr
Große Bleiche / Uferweg, Gießen

Konzert am Pflanzenhörer ima 3

mit:
Wolfgang Stamm und Rainer Rumpel (Schlagwerk), Wiesbaden
Frank Rühl (Gitarre) und Nils Hartwig (Klarinette), Gießen
Axel Schweppe (Klangobjekt), Köln

Im Rahmen des Kunstwettbewerbs zur Landesgartenschau hat der Klangkünstler Axel Schweppe (Köln) den Pflanzenhörer ima 3 entwickelt. Auf einer freien Wiesenfläche an der Lahn steht nun seit Ende April eine langbeinige Holzkonstruktion, die mit ihrer weißen Lamellenverschalung formale Assoziationen an eine Wettermessstation aufruft. Dem Grundriss nach an eine sechsstrahlige Blüte angelehnt, ist die Funktion dieses Gebildes rätselhaft; bleibt doch der Blick in die auf die Spitze gestellten, nach oben offenen Pyramiden verwehrt. Tritt man jedoch an die Skulptur heran, werden je nach Wetterlage unterschied- liche Töne hörbar. Die Trichter des Pflanzenhörers ima 3 sind so konstruiert, dass sie die Elemente des Wetters empfangen, diese umwandeln und als unterschiedliche Klänge aussenden. Sonne, Regen und Wind musizieren – sanft und unaufdringlich, aber in unmittelbarer Nähe deutlich vernehmbar.

Die klingende Skulptur ist nun Anlass für ein Konzert auf der Großen Bleiche; in unmittelbarer Nähe zum Objekt werden am Samstagnachmittag Schlagwerk, Gitarre, Klarinette und Klangobjekt gemeinsam zu hören sein.
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kunstwettbewerb

Der Faltplan zur Kunst im Rahmen der Landesgartenschau Gießen 2014 zum Download


pdf icondraussen_landesgartenschau_giessen_kunst

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„draußen + drinnen mit Seerosen“


Die Ausstellung zum Kunstwettbewerb der Landesgartenschau
in Kooperation mit dem Neuen Kunstverein Gießen / Ausstellung Peter Rösel

Eröffnung: 12. Juli 2014, 19:30 Uhr

Begrüßung: Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz
Einführung: gärtnerpflichten (verantwortlich für den Kunstwettbewerb)
Markus Lepper (Künstlerischer Leiter des NKV)

Dauer der Ausstellung: 12. Juli - 06. September 2014
Öffnungszeiten: Di - So, 10:00 - 18:00 Uhr
Ort: Kultur im Zentrum (KiZ), Südanlage 3a,
Eingang über den Japanischen Garten / Löberstraße

Flankierende Ausstellung zur Kunst im öffentlichen Raum

Während mit der Ausstellung „draußen“ die ausgewählten Projekte des Kunstwettbewerbs zur Landesgartenschau im Gießener Stadtraum zu entdecken sind, zeigt „drinnen“ vor allem Hintergründe und Dokumentarisches zu den sechs Positionen.
Hier werden die konzeptuellen Ansätze vermittelt und Einblicke in die Planungs- und Aufbauphasen der Arbeiten von Monika Goetz, Wiebke Grösch / Frank Metzger, Folke Köb-berling / Martin Kaltwasser, Gabi Schaffner / Pit Schultz, Axel Schweppe und Andreas Rohrbach gegeben.

Im Rahmen des Wettbewerbs für Kunst im öffentlichen Raum anlässlich der Landesgartenschau Gießen 2014 wurden in einem zweistufigen Verfahren sechs ortsspezifische Kunstprojekte ausgewählt. Die national wie international profilierten Positionen, die nun während der Gartenschau in Gießen zu erleben sind, repräsentieren ein breites Spektrum aktuellen Kunstschaffens, das sich in unterschiedlichen temporären Installationen zeigt.

Auf einen inhaltlich lenkenden Titel wurde in der Ausschreibung bewusst verzichtet. Demzufolge befragen die jurierten Projekte in ihren Themen und formalen Ausprägungen sehr unterschiedlich das Verhältnis von Mensch und Natur und setzen sich vielfältig mit dem Ideenraum „Stadt und Garten“ auseinander. Sie arbeiten mit skulpturalen Setzungen und Interventionen, Licht und Klang oder greifen den Kontext städtischer Planungen auf; sie packen die Gartenthematik in ein Radioformat oder schaffen ein ganz eigenes, künstlerisches Biotop. Mit den Arbeiten wird ein Bogen von der Lahn bis zum Areal der Wieseckaue gespannt, räumlich durch die Klammer zweier Projekte eingefasst, die auf die ästhetische Kraft von Baum-Solitären setzen.

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Die Präsentation im KiZ dokumentiert nun bildreich die Aufbauphase der sechs Projekte und beleuchtet neben den Konzepten die nicht unerheblichen Hürden, die Kunst im öffentlichen Raum zu nehmen hat. In der Ausstellung werden darüber hinaus durch wenige, aber pointierte künstlerische Setzungen Verbindungsstränge zwischen „draußen“ und „drinnen“ sichtbar gemacht.
So hat es einen der „Kumpane“ von Norbert, einer Marmorskulptur, die in der vielteiligen Treibhaus-Installation Gießener Biozön von Andreas Rohrbachs in der Wieseckaue beheimatet ist, in den Ausstellungsraum verschlagen. Und auch das Thema des ortsspezifischen Eingriffs von Monika Goetz auf der kleinen Lahninsel klingt inhaltlich in der Ausstellung in einer großen, eher graphisch angelegten Arbeit auf kontrastierende Weise an. Der Heiligenschein, der im Rahmen von „draußen“ einen der schönsten Bäume in Gießen krönt, erfährt drinnen einen Widerhall in der Wandarbeit „Dark Star““, einer haptisch erscheinenden Zeichnung, die die Künstlerin mit brennenden Wunderkerzen aufgebracht hat.

Neuer Kunstverein Gießen zeigt Peter Rösel

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Im Untergeschoß der ehemaligen Stadtbibliothek wird die raumgreifende Installation „Seero-senteich“ von Peter Rösel aus der Sammlung des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt zu sehen sein. Durch die spezifische Situation vor Ort, die mit dem zweigeschossigen Aus-stellungsraum nach Entwürfen des schwedischen Architekten Sven Markelius (1889 – 1972) gegeben ist, kann die Arbeit aus mehreren Perspektiven erlebt werden. Seit 1995 arbeitet Peter Rösel mit Textilien und verwandelt diese in exotische wie heimische Zimmerpflanzen. Dadurch kultiviert er einen veränderten Blick auf eigentlich vertraut Geglaubtes.

Ein Künstlergespräch mit Peter Rösel bietet der NKV Gießen am 6. September um 18:00 Uhr im KiZ an.

Im Rahmen der Ausstellung lädt die MITTWOCHSREIHE wöchentlich zu Veranstaltungen ein.

„Mittwochsreihe“
Die Ausstellung „drinnen“ versteht sich auch als Ort der Vermittlung und Kommunika-tion. Gemeinsam mit dem Neuen Kunstverein Gießen und dem im KiZ ansässigen Lite-rarischen Zentrum laden wir zur „Mittwochsreihe“ ein, die wöchentlich Lesungen, Künstlergespräche und Führungen anbietet.

16.07., 19:30 Uhr: Heidi Salaverría
In Erscheinung treten – zur Rolle der Kunst in der Öffentlichkeit

23.07., 19:30 Uhr: botanoadopt
Ein partizipatives Projekt zur Befragung der eigenen Sicht von Natur

30.07., 19:30 Uhr: Beschaulicher Abend I – Führung durch die Ausstellung

06.08., 19:30 Uhr: Nico Bleutge liest aus verdecktes gelände

13.08., 19:30 Uhr: Gabi Schaffner
Der Wahnsinn des Dokumentaristen – Ländliches Finnland: Gelöschte Spuren
Anschließend: music, drinks and more

20.08., 19:30 Uhr: Hubert Steins
An den Grenzen des Wahrnehmbaren - Strategien der Klangkunst im
öffentlichen Raum

27.08., 17:00 Uhr: Heute früher! Beschaulicher Abend II – Führung durch die Ausstel-lung

03.09., 19:30 Uhr: Mobile Albania
Stadt als Garten – Bodenbereitung für eine Stadtplanung ohne Plan und Planierraupe

Der Flyer zum Download: pdf icondraussen_drinnen_seerosen

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Seit Ende April sind „draußen“ die ausgewählten Projekte des Kunstwettbewerbs zur Landesgartenschau im Gießener Stadtraum zu entdecken.
Bis zum 5. Oktober werden die Arbeiten von Monika Goetz, Wiebke Grösch / Frank Metzger, Folke Köbberling / Martin Kaltwasser, Gabi Schaffner / Pit Schultz, Axel Schweppe und Andreas Rohrbach an der Lahn sowie in und um die Wieseckaue zu sehen sein.

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"draußen" Landesgartenschau Gießen 2014 – Kunstwettbewerb


26. April bis 6. Oktober 2014 im Gießener Stadtraum

Im Rahmen des Wettbewerbs für Kunst im öffentlichen Raum anlässlich der Landes-
gartenschau Gießen 2014 wurden in einem zweistufigen Verfahren sechs ortsspezifische Kunstprojekte ausgewählt. Die national wie international agierenden Positionen, die nun während der Gartenschau in Gießen zu erleben sind, repräsentieren ein breites Spektrum aktuellen Kunstschaffens, das sich in unterschiedlichen temporären Installationen zeigt.

Auf einen inhaltlich lenkenden Titel wurde in der Ausschreibung dezidiert verzichtet. Dem zufolge befragen die jurierten Projekte in ihren Themen und Ausprägungen sehr unter- schiedlich das Verhältnis von Mensch und Natur und setzen sich vielfältig mit dem Ideenraum „Stadt und Garten“ auseinander.
Sie arbeiten mit skulpturalen Setzungen und Interventionen, Licht und Klang oder greifen den Kontext städtischer Planungen auf, sie packen die Gartenthematik in ein Radioformat oder schaffen ein ganz eigenes künstlerisches Biotop. Durch die Arbeiten wird ein Bogen von der Lahn bis zum Areal der Wieseckaue gespannt und räumlich durch die Klammer zweier Projekte eingefasst, die auf die ästhetische Kraft von Baum-Solitären setzen.

Was zu sehen ist, bleibt nur auf Zeit – die Kunst verschwindet mit Ablauf der Gartenschau, arbeitet aber mit dem Echo eindrücklicher Erinnerungs- und Klangbilder.

Mit der ROLLRASENEXPEDITION zum Kunstwettbewerb wird „draußen“ am Sonntag, den 27. April um 15 Uhr eröffnet (Treffpunkt: Am Mühlengarten / nördlich der Rodheimer Str.). Der Ausflug dauert bis ca. 18 Uhr. Die Künstler/innen sind anwesend.

Der Etat des Kunstwettbewers zur Landesgartenschau hat ein Gesamtvolumen von € 105.000, das sich aus dem Kunstbudget der Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH, einer Förderung der Hessischen Kulturstiftung und des Fördervereins Landesgartenschau Gießen 2014 e.V., sowie einem Sponsoring durch das BID Seltersweg zusammensetzt.

Sechs ortsspezifische Kunstwerke im öffentlichen Raum


Bridge over troubled water
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Folke Köbberling / Martin Kaltwasser (Berlin)

„In Gießen fehlt ganz grundlegend eine Brücke“– diese Feststellung machte das Künstlerduo Köbberling / Kaltwasser im Rahmen ihrer Vorfeld-Recherchen. Im städtischen Rahmenplan für das Gartenschaugebiet war im Mündungsbereich der Wieseck in die Lahn vorgesehen, eine querende Fußgänger- und Radfahrerbrücke zu errichten. Diese sollte eine bedeutende Lücke im Wegenetz parallel zur Lahn schließen; aus Kostengründen wurde von einer Um- setzung der Planungen jedoch abgesehen.

Dieser Umstand wird nun durch das Projekt inhaltlich aufgegriffen und durch eine künstlerische Setzung materialisiert. Mit kleinem Budget errichtet kann diese Brücke wenigstens temporär während der Gartenschau die beiden Ufer verbinden und damit ein visonär-künstlerisches „Es geht doch!“ platzieren. Der konkreten Bauphase vorausgegangen ist ein Prozess der Abwägung von Machbarkeiten und verschiedener Brücken-Varianten. Baukonstruktive, materialbedingte, Hochwasser- und Umweltschutzfragen mussten in den Blick genommen werden.
Die nun erstellte Brücke aus Gerüstbauelementen, hinleitenden Auffahrten und Beschilde-rungen wurde während einer mehrtägigen Baustelle auf der Lahnwiese errichtet. Neben der Realität einer Querungsmöglichkeit auf Zeit erzählt die Brücke von Planungen, Utopien und dem Stadtraum als Möglichkeitsraum.

kunstwettbewerb
Danke an: Gerüstbau Tisch GmbH Berlin, Nicole Zahner

www.superbuero.de

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Pflanzenhörer ima 3
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Axel Schweppe (Köln)

Auf einer freien Wiesenfläche in Lahnnähe steht eine filigrane und langbeinige Holz- konstruktion, die mit ihrer weißen Lamellenverschalung formale Assoziationen an eine Wettermessstation aufruft. Dem Grundriss nach an eine sechsstrahlige Blüte angelehnt, ist die Funktion dieses Gebildes rätselhaft; bleibt doch der Blick in die auf die Spitze gestellten, nach oben offenen Pyramiden verwehrt. Aufgrund ihrer hohen Anbringung lässt sich nicht erkennen, was im Inneren geschieht. Tritt man jedoch an die Skulptur heran, werden je nach Wetterlage unterschiedliche Töne hörbar.

Axel Schweppe, Klang- und Installationskünstler, hat für Gießen eine Skulptur entwickelt, die empfindlich auf Witterung reagiert. Ihre pyramidenförmigen Trichter sind so konstruiert, dass sie die Elemente des Wetters empfangen, diese umwandeln und unterschiedliche Klänge aussenden.
Sonne, Regen und Wind musizieren – sanft und unaufdringlich aber in unmittelbarer Nähe deutlich vernehmbar. Der Gießener Pflanzenhörer ima 3 wird vom Künstler als prozessuales Projekt verstanden, welches mit der Setzung der Klangskulptur nicht abgeschlossen ist und durch Kooperationen inhaltlich weiterzuentwickeln ist. Dialoge mit Wissenschaftlern oder Musikern vor Ort sowie partizipative Formate und Workshops sind integrativer Teil der Arbeit.

kunstwettbewerb

www.klangarbeiten.de

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Monika Goetz (Berlin)

Die Installation von Monika Goetz setzt auf die ästhetische Kraft einer über 150 Jahre alten, kräftigen Eiche, die auf wundersame Weise mitten im Gewässer auf einer kleinen Lahninsel platziert ist. Ende der 70er Jahre durch die Umleitung des Flusses vom Festland abgehängt, steht der kapitale Baum nun auf einem winzigen Eiland und besticht durch seine solitäre Größe, Schönheit und Aura.

Diese natürliche Strahlkraft wird von der Künstlerin aufgegriffen und unterstrichen, indem sie dem Baum einen schlichten, aber eindrücklichen Nimbus verleiht. Mit der herein- brechenden Dämmerung strahlt ein Lichtring hell in die Nacht und scheint frei über der Baumkrone zu schweben. Tagsüber zeigt er erloschen seine tragende, profane Stah- lkonstruktion. Der Heiligenschein, das angestammte Symbol der Erleuchteten, Heiligen oder Götter, wird aus dem kulturhistorisch vertrauten Sakralraum herausgelöst – er krönt und würdigt nun ein wesenhaftes Stück Natur.
Mit dieser Lichterscheinung, die während der Laufzeit der Landesgartenschau eine markante, eigentümliche aber auch poetische Setzung an der Lahn sein wird, stellt sich auch die generelle Frage, in welchem Verhältnis wir zur Natur stehen, deren Ausbeutung und Nutz-barmachung stetig von der Menschheit vorangetrieben wird.

kunstwettbewerb

Danke an: Kardorff Ingenieure Lichtplanung GmbH, GRESCHNIK + FALK + Partner - Ingenieurbüro für Baustatik

www.monikagoetz.net

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Gießener Biozön
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Andreas Rohrbach (Frankfurt)

Mit seinem Beitrag zum Kunstwettbewerb der Landesgartenschau „Gießener Biozön – Norbert und seine Kumpane“ schafft Andreas Rohrbach einen geschützten Lebensraum für seine kreatürlich anmutenden Schöpfungen. Statt Zierpflanzen oder Gemüse, die zu kultivieren oder vor schädlichen Wettereinflüssen zu bewahren sind, verdichtet sich im Treibhaus eine mannigfaltige Skulpturenschar zu einer biotophaften Situation.

Um den Protagonisten „Nobert“ – eine dralle, farbig gefasste Marmorskulptur – tummeln sich biomorphe Körper aus Wolle, Glas, Peddigrohr oder Stein, die an Pilze, Schwämme, Korallen, Eiablagen oder Getier aus dunklen Meerestiefen erinnern. Im lichtdurchfluteten Gehäuse treten sie, eingerahmt von in Marmor gehauenen Wiesenstücken, in Beziehung zueinander. Das Glashaus umkreisend zeigt sich dem Betrachter ein Ausschnitt aus dem Kosmos eines Künstlers, der Steinbearbeitung, Häkeln, Glasblasen oder Peddigrohr-Flechten als gleich- berechtigte bildhauerische Techniken praktiziert. Es entsteht ein Garten im Garten, der die Frage aufwirft, wer durch die Glasscheiben vor wem zu schützen ist – eine empfindliche Biozönose vor uns oder wir vor einem Ökosystem, dessen Ungefährlichkeit dem Augenschein nach nicht versichert werden kann?

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www.andreas-rohrbach.com

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100 Tage Datscharadio
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Gabi Schaffner / Pit Schultz (Berlin)

Datscharadio recherchiert und sendet 100 Tage lang auf dem Gelände der Landesgarten- schau zum Phänomen der deutschen Gartenkultur. Als Forschungs- und Sendestation dient ein umfunktionierter Caravan mit VEB-Charme. Anliegen der künstlerischen Forschungsmission ist es, lokale Traditionen und Perspektiven des Gärtnerns zu erkunden und dabei unter- schiedliche Dokumentationsformen einzusetzen.
In Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Gästen entsteht so ein öffentliches Archiv von Feldnotizen, Protokollen, Gesprächen, O-Tönen und Pflanzenfotografien. Auch Mitschnitte der begleitenden Konzerte und Lesungen sowie der gemeinsamen Essen oder Expeditionen ins Umland speisen sich ein.
Statt diese Vielzahl an erhobenen Daten zu wissenschaftlicher Erkenntnis zu verarbeiten, fließen sie ungefiltert in einen 100-tägigen Radio-Stream. Ein sogenannter Audiokomposter zersetzt das Material zu einer sich kontinuierlich wandelnden Klanglandschaft. Der Prozess dieses „Kompostierens“ verfügbaren Wissens findet seine poetische Entgegnung im wilden Wachstum der Pflanzen rund um die Caravan-Radiostation. Datscharadios Forschungsauftrag schließt mit einem zweitägigen Festival zur Zukunft der Gartenkultur im 21. Jahrhundert.

Folgen Sie dem Stand der Forschungen auf dem Blog des Projekts, über Web-Stream oder direkt vor Ort auf UKW.

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Danke an: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, „Matsch & Brei“

www.datscharadio.de

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Baumhaus
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Wiebke Grösch / Frank Metzger (Frankfurt)

Das zweite Projekt im Rahmen des Kunstwettbewerbs, das einen Baum ins Zentrum setzt, hebt eine etwa sieben Meter hohe Platane auf das Dach eines der Wohnhochhäuser in der Eichgärtenallee. In unmittelbarer Nähe zum umzäunten Bereich der Landesgartenschau gelegen, gehört das zwölfstöckige Gebäude zu einer Gruppe von drei Hochhäusern aus den 1960er Jahren. Umrahmt von großzügigen Grünflächen ist dieses Ensemble ein frühes Zeugnis der Verbindung von städtischem Lebens- und Naturraum in der Gießener Stadtplanung.

Der Projekttitel „Baumhaus“ transportiert die romantische Vorstellung eines Lebens im Einklang mit der Natur. Durch die Versetzung des Baumes auf das Dach des Hauses kommt es zu einem Perspektivwechsel: das Wohnhaus wird zum Baumhaus. Der Baukörper wird zum Podest, das den Baum weithin sichtbar über den Stadtraum erhebt. Temporär hat dieser Baum seinen Lebensbereich verlassen und kann, über den Dächern von Gießen stehend, vielfältig gelesen werden: als Installation, die – mit großem Aufwand geschaffene – künstliche Naturräume in den Blick nimmt, als „Deplatzierung“, die ästhetisches Vergnügen bereitet oder als Intervention, die über eine durch den Menschen aus dem Gleichgewicht gebrachte Natur reflektieren lässt.

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Danke an: Wohnbau Gießen GmbH, Dipl.-Ing. Markus Blatt (THM), Prof. Dipl.-Ing.Wolfgang Moosecker (THM), Daniel Watzke (Metallbau Watzke), Angela Römer-Zeibig (Baumschule Rinn)


www.groeschmetzger.de


Die Pressemitteilung zum Download
pdf iconPressemitteilung Kunstwettbewerb LGS Giessen

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Kunstwettbewerb zur Landesgartenschau geht in die entscheidende Phase


Jury wählt in zweiter Runde sechs ortsspezifische Kunstprojekte aus, die 2014 in Gießen realisiert werden.

Bereits im April endete die Bewerbungsphase zum Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum anlässlich der Landesgartenschau Gießen 2014 mit einer überaus erfreulichen Resonanz. Über 80 Künstlerinnen und Künstlern mit Hessenbezug bewarben sich mit der Vorstellung ihres künstlerischen Profils um eine Teilnahme.

In einer ersten Jurysitzung wurden daraufhin am 28. Mai aus diesem großen Bewerber /innen-Feld 15 Positionen für die zweite Runde ausgewählt. Im Rahmen eines Workshops bekamen alle Künstlerinnen und Künstler Anfang Juli die Gelegenheit, die Stadt sowie die Planungen und Hintergründe zur Landesgartenschau vor Ort kennenzulernen. Anschließend waren sie aufgefordert, bis zum 16. August 2013 eine konkrete Projektidee einzureichen.

Die Jury kam nun zur finalen Entscheidung.

Angereist waren die aus der ersten Juryphase hervorgegangenen Künstler/innen und Künstlergruppen, um ihre Projektideen zur LGS vorzustellen. Die Fachjury, die sich aus Kunstexpert/innen, Kunstschaffenden, Vertretern der Landesgartenschau und politischen Mandatsträgerinnen zusammensetzt, bekam so die Gelegenheit, alle Künstler/innen persönlich kennenzulernen, im Gespräch direkt zu ihren Entwürfen zu befragen und anschließend aus dem großen Ideenspektrum sechs Positionen auszuwählen.
Trotz des dichten Programms verliefen die Projektpräsentationen und die anschließende Beratung äußerst anregend und produktiv. Nach einem langen Tag voller Eindrücke und Diskussionen war die Entscheidung für sechs Projektvorschläge gefallen. Folgende Künstler/innen bzw. Künstlergruppen werden im kommenden Jahr zur Realisierung ihrer Arbeiten im Rahmen der Landesgartenschau eingeladen:

Monika Goetz


Wiebke Grösch / Frank Metzger


Folke Köbberling / Martin Kaltwasser


Andreas Rohrbach


Gabi Schaffner / Pit Schultz


Axel Schweppe



Da die Wettbewerbsteilnehmer/innen keinem festgelegten Motto folgen mussten, sind die nun ausgewählten Projekte in ihren Ansätzen und Themen sehr unterschiedlich gelagert und werden einen räumlichen Bogen von der Wieseckaue bis hin zur Lahn spannen. Verbunden sind sie inhaltlich durch ihre dezidierte Ortsspezifik. Sie setzen sich mit grünen Themen sowie konkreten Gegebenheiten Gießens auseinander, nehmen aber auch städtische Planungen in den Blick.

Da alle Projekte einer unterschiedlichen Dramaturgie folgen, werden ihre detaillierten Inhalte und räumlichen Positionierungen zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Wer jedoch bereits neugierig geworden ist, kann sich auf den Homepages der Künstler/innen über deren Arbeitsweisen informieren: www.monikagoetz.net, www.groeschmetzger.de, www.koebberlingkaltwasser.de, www.andreas-rohrbach.com, www.schaffnerin.net, www.klangarbeiten.de.

Versprochen ist: Es wird künstlerisch wie inhaltlich auf- und anregend werden!

Der Etat des Kunstwettbewers zur Landesgartenschau hat ein Gesamtvolumen von € 105.000, das sich aus dem Kunstbudget der Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH, einer Förderung der Hessischen Kulturstiftung und des Fördervereins Landesgartenschau Gießen 2014 e.V., sowie einem Sponsoring durch das BID Seltersweg zusammensetzt.


jurysitzung

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Ortstermin Anfang Juli

Der Ortstermin mit den 15 eingeladenen KünstlerInnen und Gruppen der 2. Wettbewerbs- phase war sehr produktiv! Und auch gesellig und schmackhaft - so beim SUPPERCLUB an der Lahn - www.eatdrinkmanwoman-supperclub.blogspot.de

Vielen Dank für die tolle Versorgung!
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Kunstwettbewerb anlässlich der Landesgartenschau geht in die nächste Phase


Erste Jurysitzung wählt 15 Künstler/innen aus, die ein ortsspezifisches Projekt für Gießen entwickeln werden

Mit der ersten Jurysitzung des zweistufigen Wettbewerbs am 28. Mai ist der Kunstwett- bewerb nun in die nächste Phase gegangen. Die Fachjury, die sich aus Kunstexpert/innen, Kunstschaffenden, Vertretern der Landesgartenschau und politischen Mandatsträgerinnen zusammensetzt, wählte aus dem großen Spektrum an Künstlerinnen und Künstlern mit Hessenbezug 15 Positionen aus. Diese sind nun aufgefordert, für die 2. Wettbewerbsstufe bis zum 16. August 2013 eine ortsspezifische Projektidee einzureichen, die der Jury im September 2013 vorgestellt werden soll.

Im Vorfeld bekommen alle Künstlerinnen und Künstler Gelegenheit, die Stadt sowie die Planungen und Hintergründe zur Landesgartenschau in einem Workshop vor Ort kennen- zulernen. In einer zweiten Juryphase werden daraufhin je nach Umfang der Projekte 5 bis 8 zu verwirklichende Arbeiten ausgewählt.

Aufgefordert eine Projektidee für Gießen zu konkretisieren sind nach Juryentscheid folgende Künstler/innen sowie Künstlergruppen:

Andreas Rohrbach
Nada Sebestyén / Susanne Lorenz / Simone Cerwenka
Folke Köbberling / Martin Kaltwasser
Verena Kuni / Karolin Leitermann / Diana Wesser
K.A.U.
Monika Goetz
Wiebke Grösch / Frank Metzger
Marcel Schiele
Olga Lilly Schultz
Axel Schweppe
Christine Biehler
sternmorgenstern
Ute Reeh
finger
Gabi Schaffner
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Ende der Bewerbungsphase


Mit dem 10. April ist die Bewerbungsphase des Wettbewerbs für Kunst im öffentlichen Raum mit einer überaus erfreulichen Resonanz zu Ende gegangen.

Insgesamt 83 Künstlerinnen, Künstler und Künstlergruppen mit Hessenbezug haben ihre Bewerbung fristgerecht eingereicht. Die Jury erwartet zur ersten Sitzung somit ein großes Spektrum an künstlerischen Positionen, aus denen etwa 12 für die 2. Wettbewerbsphase nach Gießen einzuladen sind.
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Die Ausschreibung


zum Wettbewerb "Kunst im öffentlichen Raum" zur Landesgartenschau Gießen 2014 als PDF zum Download:

pdf iconKunstwettbewerb_Landesgartenschau_Giessen_2014_Ausschreibung

Im Jahr 2014 wird Gießen die 5. Hessische Landesgartenschau ausrichten. Mit der Zu- schlagserteilung durch die Landesregierung im März 2008 wird erstmals eine Universitätsstadt Gastgeber dieses Gartenereignisses sein, das in der Zeit vom 26. April bis zum 5. Oktober 2014 stattfinden wird.
Bei Gartenschauen kommt der bildenden Kunst traditionell eine wichtige Rolle zu. Diese möchte Gießen vor dem Hintergrund eines breiten Angebotes an kultur- und kunstbe- zogenen Studiengängen an zwei Hochschulen im Rahmen eines Kunstwettbewerbs, der aktuelle Positionen fokussiert, ausgestalten.

Somit schreibt die Landesgartenschau Gießen 2014 einen jurierten, zweistufigen Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum aus. Der Wettbewerb richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aus Hessen, die im Bereich der bildenden Kunst tätig sind und sich mit den Fragen und Anforderungen des „öffentlichen Raums“ auseinandersetzen.

Links zu allen Plänen und Informationen zur Landesgartenschau Gießen 2014 versammeln sich unter:

www.landesgartenschaugiessen.de

www.giessen.de

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Häufig gestellte Fragen zur Bewerbung:



Frage: Sind in den Projektkosten nur Materialkosten enthalten?

Antwort: Nein, im Kostenplan können Material-, Konzeptions-, Honorarkosten sowie alle zur Umsetzung nötigen Kosten enthalten sein. Ein Kostenplan ist allerdings erst in der 2. Stufe der Bewerbung notwendig.


Frage: Kann man sich als gebürtige Hessin oder Hesse bewerben?

Antwort: Der Geburtsort Hessen reicht nicht aus. Bewerber/innen müssen entweder ihren Lebensmittelpunkt (1. Wohnsitz) im Bundesland Hessen haben und / oder ein künstlerisches Studium an einer hessischen Hochschule nachweisen.


Frage: Müssen bei der Bewerbung als Künstlerpaar oder Künstlergruppe alle Bewerber/innen ihren Lebensmittelpunkt (1. Wohnsitz) im Bundesland Hessen haben und / oder ein künstlerisches Studium an einer hessischen Hochschule nachweisen?

Antwort: Nein, es reicht aus, wenn eine / einer die Kriterien erfüllt.


Frage: Ist die Neu-Inszenierung einer bereits an einem anderen Ort gezeigten Arbeit grundsätzlich möglich, wenn ein Bezug zu Gießen hergestellt wird?

Antwort: Der Neu-Inszenierung einer bereits gezeigten Arbeit steht grundsätzlich nichts im Wege, wenn sie für Gießen modifiziert wird.



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Die Fachjury,


die über den zweistufigen Wettbewerb entscheidet, setzt sich wie folgt zusammen:

1. Oberbürgermeisterin / Kulturdezernentin: Dietlind Grabe-Bolz, Kulturamtsleiterin: Simone Maiwald, Kulturamt: Annette Eidmann
2. Bürgermeisterin / Landesgartenschaudezernentin: Gerda Weigel-Greilich, Büro Landesgartenschau: Michael Bassemir
3. Landesgartenschau Gießen GmbH: Detleff Wierzbitzki, Ludwig Wiemer
4. Kunsthalle Gießen: Dr. Ute Riese
5. Justus Liebig Universität - Institut für Angewandte Theaterwissenschaft: Bjoern Mehlig, Institut für Kunstgeschichte: Dr. Mischa Steidl
6. Kunstverein Gießen: Markus Lepper, Oberhessischer Künstlerbund: Dieter Hoffmeister, Dietgard Wosimsky (Galeristin)
7. Hessische Kulturstiftung: Claudia Scholtz
8. Externe Künstlerin: Andrea Knobloch (Düsseldorf)
9. Externe Fachstimme: Dr. Holger Kube Ventura (Frankfurter Kunstverein)

Von Position 1 bis 9 wird je eine Stimme vergeben.

Mit der Konzeption, Koordinierung und Betreuung dieses Wettbewerbs ist das Künstlerteam gärtnerpflichten (Oliver Behnecke, Ingke Günther, Esther Steinbrecher, Jörg Wagner) betraut. Bereits seit 2010 setzen sie im Auftrag der Stadt Gießen ein Programm kultureller Aktionen und künstlerischer Projekte mit Blick auf die kommende Gartenschau um.
Sie werden die Jurysitzungen moderieren, sind aber nicht stimmberechtigt.

Auf den anderen Rubriken dieser Homepage bekommen Sie Einblicke, welche künstlerischen Projekte bislang umgesetzt wurden und unabhängig vom Wettbewerb fortlaufen werden.


Die Vorbereitung zum Wettbewerb fand 2012 im Rahmen des "Treibhauses III" statt.
www.gaertnerpflichten.org/home/camps.html


Der Kunstwettbewerb wird unterstützt von der Hessischen Kulturstiftung www.hkst.de, vom BID Seltersweg www.seltersweg-entdecken.de/ und vom Förderverein Landesgartenschau Gießen www.foerderverein-landesgartenschau.giessen.de/
_LATESTUPDATE[|profil.jwagner], 01. Jan 1970 01:00